Bewegungsfreiheit für alle Lebenslagen

 

Vor allem im Badezimmer will der Mensch sein Ruhe und Privatsphäre haben. Damit dieser Bereich auch älteren Menschen und Menschen mit Handicap allen Komfort bietet, ist bei der Planung einiges zu beachten. Ein barrierefreies Badezimmer muss nicht das Gefühl von Krankenhaus oder Reha-Zentrum aufkommen lassen. Auch dort kann man sich Wohlfühlen, allen Komfort genießen und braucht nicht auf gutes Design verzichten. Primär steht jedoch die Nutzbarkeit im Vordergrund. Was nutzt das schönste Bad, wenn sich im Bad nicht wenden lässt? Ihr Bad muss daher im Hinblick auf Komfort, Bedienbarkeit und die optimale Erreichbarkeit geplant werden.
 

Wir sind als Fachbetrieb für senioren- und behindertengereichte Installationen zertifiziert und beraten Sie gerne bei der Realisierung Ihres Bades, das auf Ihre Bedürfnisse, Fähigkeiten und Wünsche maßgeschneidert ist. Gewinnen Sie weitere Eindrücke von unseren Peuten Bädern oder vereinbaren Sie einen Termin mit unseren kompetenten Beratern in unserer über 200 qm großen Ausstellung für Bad und Heizung in Borken.

Derzeit gibt es Fördermittel für den „Altersgerechten Umbau“. Besonders gefördert werden Bestandsanpassungen im Inneren bestehender Wohngebäude, wie: Sanierung, Modernisierung und Umbau. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen wie Überbrückung und Abbau von Schwellen, Umbau von Sanitärräumen sowie Haustechnikoptimierung. Erfahren Sie hier mehr über die technischen Mindestanforderungen für altersgerechtes Umbauen der Kfw. Weitere Informationen rund um Fördermittel finden Sie bei der umfangreichste und aktuellste Fördermitteldatenbank Deutschlands für alle Vorhaben im Bereich Bauen, Sanieren und Energie sparen febis. Weitere Möglichkeiten, um einen Einblick in aktuelle Fördermöglichkeiten zu erhalten, bietet die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Raum - Barrieren vermeiden
Die Bewegungsfreiheit, die Sie brauchen, entsteht zunächst durch eine angemessene räumliche Dimension Ihres Bades: Ein Raum von 150 x 150 cm sollte für Rollstuhlfahrer vor Waschplatz, WC, Badewanne und in der Dusche idealerweise eingeplant werden. Darüber hinaus zählen vor allem Sie: Ihre Bedürfnisse, Ihre Fähigkeiten und Ihre Wünsche bestimmen, wie Ihr neues Bad aussehen soll.

Waschbecken und Spiegel
Beim Waschbecken für barrierefreie Bäder ist das Waschen im Sitzen das Stichwort. Dafür muss unter dem Becken genügend Platz für Knie und Oberschenkel vorhanden sein. Der Auslauf sollte flach ausgebildet oder in die Wand verlegt werden. Leichter wird es mit ergonomisch geformten Becken. Diese Becken passen sich der Form des Körpers an und lassen sich besonders gut anfahren. Die Höhe des Waschtischs ist abhängig von der Größe der Person, die davor sitzt. Benutzen mehrere Personen das Bad, ist daher ein höhenverstellbares Waschbecken von Vorteil. Damit Sie immer alles im Blick haben ist es günstig, wenn der Spiegel gleich oberhalb des Beckenrandes beginnt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Kippspiegel zu installieren. Über einen Seilzug lässt er sich in die richtige Position bringen. Ein zusätzlicher kleiner Spiegel, der an einem beweglichen Arm montiert ist und stark vergrößert, hilft beim Schminken oder Rasieren.

Duschen oder Baden?
Ob Dusche oder Badewanne, das ist die Frage. Beides hat seine Vorzüge. Badewannen sind ideal für die Entspannung und für therapeutische Zwecke, duschen geht einfacher und schneller. Gut hat es derjenige, der Platz für beides hat. Armaturen an Wanne und Dusche sollten leicht zu bedienen sein. Daher sollte das Wasser in jedem Fall aus einer gut erreichbaren Einhebel-Mischbatterie fließen. Ein integrierter Thermostat oder eine Heißwassersperre verhindern Verbrühungen und sparen Wasser sowie Energie. Die Bodenbeläge von Wanne und Dusche müssen rutschhemmend sein. Nur eine Notlösung stellen Matten aus Kunststoff oder Gummi sowie Kunststoffaufkleber dar. Ebenerdige Duschen  können durch einen stufenlosen Zugang gefährliche Sturzunfälle vermeiden und sind von Rollstuhlfahrern nutzbar. Ein fest montierter, auf die Körpermaße des Benutzers abgestimmter Duschsitz sorgt für ein sicheres Duschvergnügen. Zusätzlich helfen angebrachte Griffe und Haltevorrichtungen, wobei auf Links- oder Rechtshändigkeit geachtet werden muss. Bei einer Badewanne sollte auf einen weitgehend selbstständigen Einstieg in die Wanne geachtet werden. Dies kann ein Wannenlift ermöglicht. Er arbeitet mit Wasserdruck, indem er mit einem Schlauch an den Duschanschluss der Badewannenarmatur angeschlossen wird. Durch Betätigung eines Hebels hebt und senkt sich der Lift in die gewünschte Höhe. Wannenverkürzer, die mit Saugnäpfen in der Wanne platziert werden, verhindern ein Wegrutschen. Darüber hinaus gibt es auch kombinierte Lösungen von Badewanne und Dusche, damit Sie auch auf kleinem Raum beides nutzen können sowie leicht in Ihre Badewanne einsteigen können.

Das WC
Für die Toilette ist eine Sitzhöhe zwischen 48 und 55 Zentimetern sinnvoll. Dies entspricht der durchschnittlichen Sitzhöhe von Rollstühlen. Auch die Tiefe der Toilette muss ein bequemes seitliches Umsteigen ermöglichen. Halterungen und Griffe an Boden oder Wand erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen. Hochklappbare Armlehnen stehen bei Nichtbenutzung so nicht im Wege. Damit keine akrobatischen Übungen nötig sind, sollten die Spülung und der Toilettenpapierhalter leicht erreichbar installiert sein.